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"Das macht mir Freude
und Mut für die weiteren acht Jahre", sagt Hendrik Stössel, alter
und neuer Dekan der Evangelischen Kirche in Pforzheim. Er ist am Montagabend
in der Matthäusgemeinde im Stadtteil Arlinger mit 80 Prozent aller Stimmen
in seinem Amt bestätigt worden. Stössel ist "sehr zufrieden mit dem Ergebnis",
das "sehr gut" ausgefallen sei, so Norbert Echle, Vorsitzender der Pforzheimer
Stadtsynode.
Die wahlberechtigten Mitglieder der Stadtsynode und des Ältestenkreises
der Brötzinger Christusgemeinde, in der Stössel Gemeindepfarrer ist, gaben
dem 53-jährigen Theologen 57 Ja-Stimmen und je sieben Nein-Stimmen und
Enthaltungen. Stössel kann nun also seine zweite Amtsperiode antreten.
Echle: weiter umstrukturieren
Dieses Ergebnis wertete Echle besonders hoch, denn die Evangelische Kirche
in Pforzheim befinde sich mitten in einem von Stössel begleiteten und
geförderten Umstrukturierungsprozess, der trotz seiner Notwendigkeit bei
manchen Verantwortlichen in der Kirche Unbehagen auslöse oder einigen
zu schnell gehe. Stössel sei dafür aber der richtige Mann.
Er stehe, so Echle weiter, für "Geradlinigkeit, klare Aussagen, Innovation"
und auch "für klare christliche Grundpositionen, mögen sie noch so unbequem
sein".
Zum Beginn der Wahlsynode leitete Prälatin Ruth Horstmann-Speer einen
Gottesdienst in der Matthäuskirche.
Anschließend sagte Landesbischof Ulrich Fischer im Matthäusgemeindezentrum,
dass der Dekan eines städtischen Kirchenbezirks für die Öffentlichkeit
praktisch das "Gesicht des Kirchenbezirks" darstelle.
Ulrich: Stimme der Kirche
Seine Aufgabe sei es auch, als Stimme der evangelischen Kirche christliche
Grundpositionen nachhaltig zu vertreten und darzustellen. Der Landesbischof
schlug dann vor, den bisherigen Dekan erneut mit diesem Amt zu beauftragen.
Stössel sprach sich dafür aus, notwendige neue Wege zu gehen und nicht
zögernd zurückzuschrecken. Er sagte dabei allen Beteiligten seine Bereitschaft
und seinen Willen zu einer geschwisterlichen Begegnung im Dienste der
Kirche zu.
Der in Halle an der Saale geborene Dekan bekannte sich auch zur kollegialen
Leitung der Evangelischen Kirche in Pforzheim und stellte dabei die von
ihm initiierte Stiftung "Kirchliche Arbeit" als beispielhaft für den Gemeinschaftssinn
und die Solidarität in Pforzheim heraus.
Er wolle der Evangelischen Kirche in Pforzheim ein Gesicht geben, das
den Menschen Heimat biete, wohl wissend, dass die Kirche nicht alle Ansprüche
befriedigen könne.
Erstellt am: 28.02.2007 von Thomas Kurtz
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